Das Zwergzebu stammt ursprünglich aus Sri Lanka. Dort werden sie zwar gemolken, wurden jedoch in erster Linie als Arbeitstiere gezüchtet.

Das Zwergzebu ist näher am Wildtier als andere Mutterkuhrassen. Dies ist merkbar, sobald die Tiere in einer ungewohnten Situation sind oder fremde Menschen in der Nähe sind, dann werden sie schnell scheu bzw. wild, sie brauchen den Überblick über den Ort, an dem sie sind und wenn sie in ihrer gewohnten Umgebung sind, können die Tiere dann auch sehr zahm und Mensch-bezogen werden, dies braucht allerdings viel Zuwendung und Aufmerksamkeit über einige Zeit von Seite des Menschen.

Zebus gibt es ein allen Farben, ein- bis dreifarbig.

Typisch für das Zebu ist, nebst dem Buckel, die sehr ausgeprägte Wamme und eher grosse Ohren. Das macht sie sehr hitzetolerant. Noch bei weit über 30° im Schatten geniessen sie die Walliser Sonne und ziehen sich nicht in ihre Schattenplätze zurück. Darum und auch wegen ihrer Postur ist das Zwergzebu ist wie gemacht für diesen Ort. Sie sind klein und leicht und kletterfreudig, das macht sie zu sehr geländegängigen Tieren, die wenig Landschaden machen.

Ausserdem ist ihre Futterverwertung einmalig. Das Klima hier ist sehr trocken und die Böden meist flachgründig, das Futter entsprechend karg. Die Zebus kommen damit problemlos klar und wenn sie mal zu junges Heu oder Emd kriegen, dann müssen sie zum Ausgleich auch noch Stroh fressen.

Die Kuhherde im Herbst 2016

Im Winter/Frühling gebären die Mütter selbständig ihre Jungen im Laufstall, wo die Kälber vom ersten Tag an gerne zwischen Stall und Laufhof hin und her rennen. Wenn sie ein paar wenige Monate alt sind, beginnt die Weidesaison. Sie können dann Tag und Nacht auf den Weiden herumtoben und kommen schnell klar mit den Hanglagen, wenn's auch schon mal den einen oder anderen Purzelbaum gebraucht hat, bevor das Gelände richtig eingeschätzt wurde...